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Jahresmitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr

Feuerwehr Hagen hält Rückschau
Vielfalt zum Schutz der Bürger


"Vielfalt ist unsere Stärke", unter diesem Motto stand die Jahreshauptversammlung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Hagen aTW. Dabei hielten die Kameraden im Bürgerhaus in Natrup-Hagen Rückschau auf die geleisteten Einsätze. 


In den Berichten der Wehren Hagen und Niedermark machten die Ortsbrandmeister Heinz-Josef Wöhrmann und Frank Pohlmann deutlich, dass das Motto des Abends sinnbildlich für die Tätigkeit der Wehrmitglieder steht. Diese Vielfalt zeige sich zum einen in der Bandbreite der Einsätze und feuerwehrdienstlichen Tätigkeiten, die in über 17.000 Stunden im vergangenen Jahr geleistet wurden. Neben den typischen Brandeinsätzen wurden die Wehren auch zu fast kuriosen Hilfeleistungen gerufen, wie zum Beispiel "Katze im Motorraum verklemmt". Oft sei laut Pohlmann auch die Flexibilität der Kameraden gefragt. Dass Einsätze mitunter große Gefahren in sich tragen, verdeutlichte der Wehrmann in seiner Rückschau mit Blick auf den Einsatz auf dem Campingplatz am Teutoburger Waldsee. Durch ausströmendes Gas explodierte damals ein Wohnwagen. Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink ist überzeugt, dass nur durch das beherzte Eingreifen der Wehren Schlimmeres verhindert wurde. 

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v.l.n.r. B.Altevogt, GemBM Horst Igelbrink


Wie ein roter Faden zog sich die Vielfalt auch durch die Vorträge der übrigen Redner. So machte der Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink die fundierte Ausbildung der Wehrleute an der Tatsache deutlich, dass die Verantwortlichen im letzten Jahr über 1200 Stunden in die Fortbildung der Wehrleute investierten. Wie wichtig eine solche Ausbildungsarbeit ist, erfuhr Bernhard Altvogt. Als im Juni 2015 die Meldung kam "eingeklemmte Person nach Waldarbeiten", zögerte der Kamerad nicht lange und begab sich sofort zur Unfallstelle in der Nähe seines Wohnhauses. Mit der notwendigen Ausrüstung und Erfahrung befreite er den verunglückten Waldarbeiter. Für seinen besonnenen Einsatz erhielt Altvogt am Freitag die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes. 

Geehrt wurden an diesem Abend auch zahlreiche weitere Mitglieder. Als erste Frau in der Gemeinde Hagen durfte sich Jasmin Fißmann über die Urkunde zum 25-jährigen Dienstjubiläum freuen. Ebenso wurde die Kameraden Dirk Marotz, Guido Patzelt und Jörg Wünning für 25 jährige- und Martin Lachmann für 40 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Unter den stehenden Ovationen seiner Kameraden nahm der ehemalige Gemeindebrandmeister Joseph Rethmann die Auszeichnung für die 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr entgegen. Daneben galt es noch viele weitere Kameraden zu befördern. Allen voran stieg Guido Patzelt von der Ortsfeuerwehr Niedermark zum Brandmeister auf. Zudem konnten zum Hauptlöschmeister der Kamerad Stephan Stromann und zum Oberlöschmeister der Kamerad Thomas Konersmann befördert werden. Die Urkunden zum Löschmeister erhielten Arne Beinlich, Niklas Kirsch, Jan Dierker, Tobias Kiffmeyer und Hendrik Klumpe.



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v.l.n.r. Joseph Rehmann Gerd Glane



Aus den Händen der Ortsbrandmeister erhielten Jannik Kuzma, Jonas Köhne, Florian Plogmann, Jan Meyer, Mathias Konersmann, Fabian Konersmann, Kai Standfuß, Jannik Hötte und Peter Van´t Hof ihre Urkunden zum Oberfeuerwehrmann und zum Hauptfeuerwehrmann Lars Wöhrmann, sowie Rene Ossege. Zum Ersten Hauptfeuerwehrmann wurde der Kamerad Björn Lachmann befördert. 

In der Folge skizzierte Igelbrink weitere Einsätze des vergangenen Jahres. Darunter auch einige Fehlalarme durch private Rauchmelder. Die Meldung "Hilflose Person hinter verschlossener Tür", durch private Hausalarme werde nach seiner Einschätzung weiter zunehmen. "Der demografische Wandel macht auch uns zu schaffen." Die Standorte der zwei Ortsfeuerwehren seien angesichts der wachsenden Herausforderungen ein wesentlicher Vorteil, so Igelbrink.

Diesen Punkt griff auch Bürgermeister Peter Gausmann in seinem Grußwort auf. Bereits in der Vergangenheit sei viel für die Modernisierung der Wehren getan worden. Dieser Prozess werde sich weiter bemerkbar machen. Die Insgesamt veranschlagten 3,2 Millionen Euro für diverse Projekte und die Anschaffung zweier neuer Löschfahrzeuge, seien nach seiner Überzeugung eine Investition in die Zukunft der Wehr. Einen besonderen Dank richtete der Verwaltungschef an die Jugendlichen unter den Wehrleuten: "Wir brauchen Menschen, denen das Gemeinwohl ein Anliegen ist."

Grußworte an die Mannschaft richteten auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Altkreis Osnabrück und Brandabschnittsleiter Süd Matthias Röttger. Beide berichteten über Neuigkeiten aus dem Verbandsgeschehen und der Kreisfeuerwehr.

Auch der Feuerwehrseelsorger und Pastor der Ev. Melanchton Kirchengemeinde Hagen aTW. danke den Wehrleuten für ihren Einsatz und der Zusammenarbeit bei verschiedentlichen Anlässen wie z. B. Brandschutzunterweisungen im Kirchenzentrum oder auch im Melanchton-Kinderkarten, sowie den Einsätzen bei denen er als Seelsorger ebenfalls alarmiert wurde. Im Anschluss an den offiziellen Teil ließen die Kameraden bei gutem Essen den Abend ausklingen. 


Zahlreiche Hagener Feuerwehrleute wurden bei der Hauptversammlung befördert oder ausgezeichnet nehmen. Foto: Michael Pohl



Fotos und Text:Atze Rahe, NOZ